Ludwig van Beethoven
Symphonie Nr. 4 B-Dur op. 60

  1. Adagio – Allegro vivace

  2. Adagio

  3. Allegro vivace – Trio. Un poco meno allegro

  4. Allegro ma non troppo

Beethovens vierte Symphonie entstand 1806, in einer besonders produktiven Schaffensphase des Komponisten. Zwischen der monumentalen „Eroica“ und der dramatischen Fünften nimmt sie eine Sonderstellung ein: sie wirkt heiter, leichtfüßig und verspielt, ohne dabei an musikalischer Raffinesse einzubüßen.

Auf eine geheimnisvolle, harmonisch spannungsreiche langsame Einleitung folgt ein temperamentvoller Kopfsatz voller überraschender Wendungen. Der zweite Satz entfaltet eine weit gespannte, kantable Melodie über einem charakteristischen rhythmischen Motiv. Im dritten Satz verbindet Beethoven tänzerischen Schwung mit unerwarteten Akzenten und einem zweimal wiederkehrenden Trio. Das rasante Finale schließlich besticht durch virtuose Läufe, rhythmischen Witz und sprühende Energie.

Mit ihrer transparenten Orchestrierung und ihrem lebhaften musikalischen Dialog erinnert die Vierte noch an die klassische Tradition Haydns und Mozarts. Zugleich zeigt sie unverkennbar Beethovens eigenständige, überraschungsreiche Tonsprache.

Entstehung: 1806
Uraufführung: März 1807, Wien, Palais Lobkowitz (Privataufführung)
Widmung: Graf Franz von Oppersdorff
Spieldauer: ca. 33–35 Minuten

Eine kleine historische Feinheit: Die Uraufführung fand im privaten Rahmen statt; die erste öffentliche Aufführung folgte am 15. November 1807 im Wiener Burgtheater.

Erstellt mit Unterstützung von ChatGPT (OpenAI)

Winterkonzert 2026

FIS Erlangen, 28.11.2026

Dorian Keilhack

Dirigent
Albrecht Dürer Symphoniker e.V.