Nino Rota (1911-1979)
Konzert für Posaune und Orchester
Grundtonart C-Dur
1. Allegro giusto
2. Lento, ben ritmato
3. Allegro moderato
Der Konzertbetrieb tut sich oft schwer mit Grenzgängern, die sich auch in Genres tummeln, die als bloße Gebrauchsmusik abgetan werden. Exemplarisch dafür steht der italienische Komponist Nino Rota.
Berühmt wurde er durch seine mehr als 150 Filmmusiken, allem voran zu „Der Pate” von Francis Ford Coppola. Rota selbst verstand sich jedoch primär als klassischer Komponist, und tatsächlich hinterließ er entsprechend viel Konzertmusik. Er schuf Werke für alle traditionellen Gattungen, darunter dreizehn Solokonzerte. Mit der musikalischen Avantgarde seiner Zeit durchaus vertraut, hielt er dennoch am Gedanken fest, dass die Musik letztlich für Zuhörer gedacht sei und daher auch verständlich sein müsse.
Dies gilt auch für sein Konzert für Posaune und Orchester aus dem Jahre 1966. Die orchestralen Mittel sind hierbei auf Streicher, sechs Holzbläser und zwei Hörner reduziert, und die fantasiereiche thematische Verarbeitung bleibt, auch wenn sie in farbgebende Dissonanzen eingebettet ist, nachvollziehbar und transparent.
Schwerpunkt dieses Werkes ist der tief- sinnige langsame Satz, der von rhythmisch markanten Ecksätzen eingerahmt wird. Im anspruchsvollen Solopart der Posaune vereint sich lyrische Kantabilität mit virtuoser Brillanz.