Wolfgang Amadeus Mozart
Hornkonzert Nr. 4 in Es-Dur Kv 495
1. Allegro moderato
2. Romanza. Andante
3. Rondo. Allegro vivace
Vier glanzvolle Konzerte hat Wolfgang Amadeus Mozart für das Horn geschrieben. Das letzte unter ihnen ist ein besonders virtuoses Werk, das dem Interpreten große musikalische Vielseitigkeit und technische Reife abverlangt. Das Horn hatte in der Epoche der Wiener Klassik noch keinesfalls jenen Stellenwert inne, den es zu späteren Zeiten bekommen sollte, denn das Ventilhorn war noch nicht erfunden und wegen seiner eingeschränkten Möglichkeiten und der heiklen Intonation empfahl es sich nicht unbedingt als Soloinstrument. Hornisten wie Joseph Leutgeb, ein Freund Mozarts, hatten allerdings Spieltechniken parat, die diesen Mangel etwas kompensierten. So konnte Mozart seine Konzerte reicher und vielgestaltiger entwerfen und mit seinen Hornkonzerten Standards setzen. Der erste Satz beginnt mit einem eleganten Hauptthema in Es-Dur, das sich durch virtuose Läufe und dynamische Kontraste sofort ins Ohr der Zuhörer spielt. Technisch ist es wahrscheinlich der anspruchsvollste Satz – nicht umsonst ist er fester Bestandteil vieler Probespiele. Der zweite Satz, mit „Romanze“ überschrieben, erzeugt mit seiner liedhaften Schlichtheit eine berührende und poetische Atmosphäre – ganz anders als im lebhaften Rondo-Finale: Hier erinnert das markant-tänzerische Hauptthema an Jagdhorn-Signale.
Quellen:
www.swr2.de
www.choriner-musiksommer.de
Gréta Anna Déri