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Felix Mendelssohn Bartholdy
Ouvertüre „Die Hebriden” op. 26

♪ auch „Die Fingalshöhle”
♪ einsätziges Werk in h-Moll
♪ Andante con moto / Allegro moderato

Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847) begründete mit „Die Hebriden” den Typus der programmatischen Konzertouvertüre, welche als eigenständiges Werk keine hinführende Funktion zu einer Oper oder einer Schauspielmusik mehr erfüllt.

Auf seiner ersten großen Bildungsreise besuchte er die gleichnamige, nordwestlich von Schottland liegende Inselgruppe mit ihrer sagenumwobenen Fingalshöhle. Bei der Überfahrt litt der arme Mendelssohn zwar unter „grasslicher Seekrankheit”, „wurde jedoch vom spektakulären Anblick hoher eckiger Basaltsäulen, die den Eingang zur windumtosten Meeresgrotte säumen, entschädigt.”

Vom Naturschauspiel ergriffen, skizzierte der junge Komponist noch am selben Tag die Anfangstakte und schickte sie in einem Brief an die daheimgebliebene Familie, „um zu verdeutlichen, wie seltsam mir auf den Hebriden zu Muthe geworden ist.”

Nach Hause zurückgekehrt, entwickelte Mendelssohn aus diesen 21 Takten ein atmosphärisches Porträt von Wasser, Meer und Wind, welches selbst vom Mendelssohn-Kritiker Richard Wagner begeistert aufgenommen wurde: „Da ist Alles wundervoll geistig geschaut, fein empfunden und mit grösster Kunst wiedergegeben. Die Stelle, wo die Oboen allein durch die anderen Instrumente hindurch klagend wie der Wind über die Wellen des Meeres zur Höhe steigen, ist von ausserordentlicher Schönheit.”

Quellen:
„Die Hebriden“ von Giselher Schubert
„Felix Mendelssohn Bartholdy – Die Hebriden op. 26″ von Tilla Clüsserath

Jahresabschluss 2024

Reitstadel Neumarkt, 28.12.2024

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