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Juan Crisóstomo de Arriaga (1806-1826)
„Sinfonía a gran orquesta”

1. Vivace ma non troppo – lebhaft

2. Andante con moto – nicht schnell
        und sehr gesangvoll zu spielen

3. Un poco maestoso – im Volkston

4. Andantino – nicht schnell

5. Vivace – lebhaft

6. Molto moderato – reuig, andächtig

Als der „baskische Mozart” wird Juan Crisóstomo de Arriaga (1806-1826) bisweilen auch bezeichnet. Früh begann er Geige zu spielen und zu komponieren, wurde Student des Pariser Konservatoriums, später Assistent seines Professors und Komponist einer Sinfonie, die auf der Höhe ihrer Zeit steht.

Seine „Sinfonía a gran orquesta” wird meistens als Sinfonie in D-Dur betitelt, obwohl der Allegro-Hauptteil des ersten Satzes und der überwiegende Teil des Finales in Moll stehen.

Die Einleitung zum ersten Satz folgt den Vorbildern Joseph Haydns und Wolfgang Amadeus Mozarts und dokumentiert dabei Arriagas Freude an harmonischen Finessen und besonderen Klangfarben. Frühromantischen Geist im Stile Franz Schuberts verströmt das Allegro mit einem energischen Mollthema und rhythmischen sowie dynamischen Kontrasten. Dagegen sind die beiden mittleren Sätze eher wieder an der Wiener Klassik orientiert, wobei das Andante mit schönen Bläserpartien und das Menuett mit einem synkopischen Thema überzeugt. Im Finale der Sinfonie herrscht eine Art „elegantes Pathos” oder „pathetische Eleganz”.

Tatsächlich steckt in dieser Sinfonie vieles, was dem jungen Komponisten größte Karrierehoffnungen hätte machen können. Doch Arriaga starb bereits kurz vor seinem 20. Geburtstag.

Quelle: 2021-12-2 Programmheft.indd (stuttgarter-philharmoniker.de)

Frühjahrskonzert

Katharinensaal Nürnberg, 9.3.2024

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