Wolfgang Amadeus Mozart
Klavierkonzert Nr. 23 A-Dur KV 488
Allegro
Adagio
Allegro assai
Mozart vollendete sein 23. Klavierkonzert am 2. März 1786 in Wien, während er zugleich an seiner Oper „Die Hochzeit des Figaro“ arbeitete. Erste Entwürfe reichen vermutlich bis 1784 zurück. Das Konzert entstand für die musikalischen Akademien, bei denen Mozart seine eigenen Werke als Pianist vorstellte. Wann und wo es erstmals erklang, ist nicht eindeutig überliefert.
Der erste Satz entfaltet eine heitere, gesangliche Melodik und einen lebendigen Dialog zwischen Klavier und Orchester. Einen starken Gegensatz bildet das Adagio in fis-Moll: Seine weit gespannten Melodien und der wiegende Sechsachteltakt verleihen ihm einen schwermütigen, beinahe sehnsüchtigen Charakter. Das abschließende Rondo führt mit seinem spritzigen Hauptthema, überraschenden Wendungen und virtuosen Passagen zur unbeschwerten Stimmung des Beginns zurück.
Das Konzert zählt zu Mozarts reifsten Werken dieser Gattung. Bemerkenswert ist die zurückhaltende Orchesterbesetzung ohne Trompeten und Pauken. Die Klarinetten übernehmen anstelle der Oboen eine wichtige Rolle und verleihen dem Werk eine warme, kammermusikalische Klangfarbe. So verbindet Mozart solistische Brillanz mit einem besonders feinsinnigen Zusammenspiel der Instrumente.
Entstehung: 1784-1786 in Wien
Uraufführung: vermutlich im Frühjahr 1786 in Wien
Solist: vermutlich Mozart selbst
Spieldauer: ca. 25–27 Minuten
Widmung: keine gesicherte Widmung
Detail am Rande: Mozart hatte für das Konzert ursprünglich Oboen vorgesehen, entschied sich später jedoch für Klarinetten. Die Änderung lässt sich noch an seiner handschriftlichen Partitur erkennen. Auch die Solokadenz des ersten Satzes ist ungewöhnlich: statt sie dem Pianisten zur Improvisation zu überlassen oder gesondert aufzuschreiben, hielt Mozart sie unmittelbar in der Partitur fest.

