Wolfgang Amadeus Mozart
Overtüre zu „Così fan tutte”
(KV 588) C-Dur
Das Stück sei albern und unmoralisch, die Musik aber himmlisch: seit ihrer mäßig erfolgreichen Wiener Uraufführung 1790 ist Wolfgang Amadeus Mozarts dritte da-Ponte-Oper „Così fan tutte” ein Fall für sich. Unter dem Verwechslungsspiel um Liebestreue und Verrat verbirgt sich jedenfalls ein Abgrund der Gefühle.
„So machen sie’s alle”: Così fan tutte, wohlgemerkt: Cosi fan tutte, nicht tutti – „so machen sie’s alle” die Frauen. Und die Männer? Die Männer stellen die Treue ihrer Frauen auf die Probe: Angeblich ziehen sie in den Krieg, um dann als „Albaner” verkleidet zurückzukehren und incognito dem jeweils anderen Mädchen den Hof zu machen.
Anders als zuvor „Le nozze di Figaro” und „Don Giovanni” war „Cosi fan tutte” ein Libretto da Pontes ohne literarische Vorlage und wurde von Anfang an ebenso heftig geschmäht, wie die Musik gerühmt wurde.
Kurz vor dem Beginn der Komposition hatte Mozart seine drei letzten großen Symphonien vollendet. So überrascht es nicht, dass die rasante Ouvertüre zu den absoluten Glanzpunkten gehört. Wie bei allen späteren Opern Mozarts ist die Orchesterbehandlung virtuos, besonders die Bläser werden ungemein vielfältig eingesetzt und erzeugen großartige Farben.
Quellen:
www.opera-inside.com
www.deutschlandfunk.de
www.symphonikerhamburg.de/werke-archiv